Begeisterter Abschluss der Celler Lese-Experten

In der Alten Exerzierhalle in Celle fand am 2. Juli 2014 die große Abschlussveranstaltung des Projekts Lese-Experten 2014 statt. Fast 200 von etwa 1.700 jungen Lese-Experten aus Stadt und Landkreis waren gekommen. Bereits zum fünften Mal seit 2006 hatte die Bibliotheksgesellschaft das Projekt für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen veranstaltet und den Bibliotheken dafür Pakete mit 15 neuen Büchern geschenkt. Vier der Bücher mussten die Schülerinnen und Schüler lesen und drei schriftlich bewerten. Die 5. und 6. Klassen der Oberschulen konnten zudem eines der Bücher als Klassenlektüre lesen. Die Klasse bekam dann einen Klassensatz des Buchs geschenkt. Dafür mussten sie eine Lesemappe über ihre Klassenlektüre erstellen.

Bei der Abschlussveranstaltung spielte die Band der Oberschule Lachendorf eingängigen Swing.
Jürgen Brandes als Vorsitzender der Bibliotheksgesellschaft begrüßte die Gäste und sprach über das Vergnügen beim Lesen. Für die Stadt Celle hob Susanne McDowell das Projekt Lese-Experten als einen Leuchtturm in der Celler Kulturlandschaft hervor. Auch in diesem Jahr war es außerordentlich erfolgreich: 939 Schüler haben als Einzelleser teilgenommen, etwa 620 von ihnen bekommen die Urkunde als erfolgreiche Lese-Experten. 42 Oberschulklassen mit 904 Schülerinnen und Schülern haben sich beteiligt. Damit hat das Projekt rund 50% der Schülerinnen und Schüler in diesen Jahrgängen erreicht, mehr als bei den vorherigen Durchgängen.

Auf den 1. Platz der Bestenliste haben die Lese-Experten das Buch „Steinadler“ von John Reynolds Gardiner gewählt; auf dem 2. Platz landete „Monty Vampir“ von Grit Poppe. Den 3. Platz teilen sich vier Autorinnen und Autoren: Pascale Chadenat mit „Adrian, die Außerirdischen und ich“, Christine Nöstlinger mit „Als mein Vater die Mutter der Anna Lachs heiraten wollte“, Volker Präkelt und Derek Roczen mit „Mensch, Mammut!“ und schließlich Manfred Theisen mit „Nerd forever“. Diese Platzierungen kommentierten die Lese-Experten mit großem Beifall. An die Autorinnen und Autoren der beliebtesten Bücher geht ein Paket mit bester Celler Schokolade, versehen mit dem Lese-Experten-Logo.

Die Verfasser der besten Rezensionen bekamen Buchgutscheine. Mehrere Klassen mit besonders vielen Lese-Experten erhielten eine Schreib- oder Theaterwerkstatt oder eine Autorenlesung als Belohnung. Großen Beifall gab es für die Schülerinnen und Schüler, die alle 15 Experten-Bücher gelesen haben. Schließlich gewannen 20 ausgeloste Lese-Experten eine Fahrt zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig. Ein besonderer Höhepunkt für alle Anwesenden war die Lesung von Nina Weger aus ihrem Buch „Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher)“. Zum Schluss verdeutlichte Dr. Elke Haas in einem Dialog mit Schülerinnen und Schülern, worum es bei den Lese-Experten geht: Das Urteil der jungen Leute ernst zu nehmen. Sie sollen sich selbst ein Urteil über die Bücher bilden. „Lest, lest weiter!“ rief sie in den Saal.

(Dr. Elke Haas, Arbeitskreis Celler Jugendbuchwoche)

Mehr zu den Celler Lese-Experten unter www.lese-experten.de.

(Foto: Stiftung Lesen/Andrea Steinbrecher)

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