Bilderbuch-Sonntag begeisterte junge Bücherwürmer

Etwa 1800 Besucherinnen und Besucher zählte der nunmehr 7. Bilderbuch-Sonntag in Hannover: Von Kleinkindern, Eltern und Großeltern bis zu älteren Geschwistern nahmen alle Generationen an einem vielseitigen Programm teil.

Schon bei der Eröffnung mit Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann war der Große Saal im Kulturzentrum Pavillon am Raschplatz gut gefüllt. Auch Kinderbuchautor Ingo Siegner („Der kleine Ritter Kokosnuss“) hatte von Anfang an alle Hände voll zu tun: So signierte er nicht einfach die Bücher, die die Kinder mitgebracht oder vor Ort gekauft hatten, sondern zeichnete sogar jedem Kind eine Kleinigkeit ins Buch.

Im Laufe des Tages füllten sich auch die Oststadtbibliothek, wo verschiedenste Bastel-, Sing- und Reimstunden stattfanden, und die Stände der Buchhandlungen, an denen Eltern die an anderer Stelle lebhaft vorgestellten Bücher sogleich erwerben konnten. Wer einmal nicht aktiv sein wollte – oder noch zu klein für eigene Basteleien und Lieder war – konnte dem Kochlöffel- , dem Stabfiguren- oder dem Puppentheater oder Bilderbuchkinos zuschauen. Wer vor allem bei den größeren Kindern besonders gut ankam, war das Maskottchen des Erlebnis-Zoos Hannover, Tatzi Tatz, das die Kinder gar nicht wieder gehen lassen wollten.

Auch eigens für interessierte Eltern gab es einige Angebote, so zum Beispiel einen Vortrag zur Sprachförderung von Anfang an von dem Kinderarzt und Mitbegründer des Programms Lesestart Hannover, Martin Raguse. Einen Vortrag zum Einsatz von Bilderbuch-Apps als Ergänzung zum Vorlesen und Lesen mit dem klassischen Buch hielt Christine Kranz, Referentin der Stiftung Lesen. Wie gut solche Apps auch bei den ganz kleinen Leserinnen und Lesern schon ankommen, wurde an den anwesenden Kindern sofort deutlich. Da viele Eltern jedoch unsicher sind, ab wann sie Smartphones und Tablets im Kinderzimmer erlauben sollten, betonte die Referentin, dass der gezielte und begleitete Einsatz von Apps völlig in Ordnung ist, solange er das gemeinsame Anschauen und Lesen von Büchern nicht ersetzt, sondern je nach Situation ergänzt. Zu beachten ist jedoch, dass es wie auch auf dem Buchmarkt eine große qualitative Breite an Apps gibt und Eltern genau prüfen sollten, was für ihr Kind geeignet ist. Ausführliche App-Empfehlungen bietet beispielsweise die Stiftung Lesen.

Ein paar Eindrücke vom Bilderbuch-Sonntag zeigt diese Bilderstrecke der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

(Fotos: Akademie für Leseförderung Niedersachsen, Stadtbibliothek Hannover)

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