Bücherei-AG etabliert Bücherschrank

Bereits am Einweihungstag konnten die geneigten Leserinnen und Leser aus mehr als 100 Büchern wählen: Der Rodenberger Bücherschrank ist somit gut gerüstet für alle, die spontan die Leselust packt, die aber gerade kein Buch zur Hand haben.  Am 2. Juni 2014 konnte die Bücherei-AG der IGS Rodenberg (Landkreis Schaumburg) ‚ihren‘ Bücherschrank feierlich eröffnen; zusammen mit ihrer Leiterin Petra Flamme-Müller, die zugleich die Schulbücherei leitet und im Niedersächsischen Schulbibliotheksnetzwerk aktiv ist, sowie mit Lars Pasucha, der als Buchhändler gleich zwei volle Kartons an Bücherspenden beigesteuert hat (Foto Startseite: Lutz Müller).

Der Schrank steht von nun an jederzeit allen offen. Die Grundidee ist, dass gebrauchte Bücher dort einen Platz finden und gegen neue Spenden kostenlos mitgenommen werden können. Natürlich können die Leserinnen und Leser auch Bücher einstellen, ohne welche mitzunehmen, oder ein Buch mitnehmen, ohne sofort ein neues in den Schrank zu stellen.
Seit den 1990er Jahren hat sich die Idee der Öffentlichen Bücherschränke weit verbreitet. Hannover war damals eine der ersten Städte, die diesen Gedanken der unkomplizierten Ausleihe von Büchern umgesetzt hat – heute finden sich im gesamten Stadtgebiet mehr als 30 Bücherschränke, betreut von unterschiedlichsten Einrichtungen.

In Rodenberg wird sich die Bücherei-AG um den Bestand und die Instandhaltung des Schrankes kümmern, der von dem Hannoveraner „Werkstatt Treff Mecklenheide e.V.“ gefertigt wurde. Auch eine Gebrauchsanleitung will die AG in Zukunft anbringen, um die Rodenberger noch besser mit der Idee des Bücherschranks vertraut zu machen.

Eine Liste Öffentlicher Bücherschränke in Deutschland und darüber hinaus bietet die entsprechende Wikipedia-Seite. Sie führt nicht nur die Städte auf, sondern macht genaue Ortsangaben, zum Teil sogar mit einem Foto des Bücherschranks. Beliebt sind demnach neben schlichten Holzschränken auch alte deutsche und britische Telefonzellen (Foto: Willy Horsch, Bücherschrank in Brühl, aus Wikimedia Commons). Noch ausgefallener ist der Bücherschrank in Bremen-Neustadt, der integrierte Sitzplätze bietet (Foto: Matthias Bremer, aus Wikimedia Commons).

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