Das bundesweite Projekt Bildung durch Sprache und Schrift (BISS) - ein Zwischenbericht

Länderübergreifendes Austauschtreffen zum Thema Selbstreguliertes Lesen und Schreiben in Hannover

Bei BISS handelt es sich um ein bundesweites Projekt, welches sich mit wirksamen Verfahren und Methoden der Sprachförderung beschäftigt. Alle Bildungsetappen, vom Kleinkind in der Kita bis zur Sekundarstufe, werden in Verbünden mit unterschiedlichen modularen Schwerpunkten in das Projekt eingebunden. Die Verbund-Einrichtungen führen die bereits in der Praxis bewährten sogenannten Tools durch und überprüfen diese auf ihre Wirksamkeit hin. Beispielweise werden Verfahren zur Verbesserung des Schriftspracherwerbs, zur Förderung der Leseflüssigkeit oder Arbeiten mit Lese- oder Schreibstrategien mit den Kindern und Jugendlichen angewendet und überprüft bzw. beobachtet. Im Laufe der Projektzeit werden die Prozesse, Nachregulierungen und Zwischenergebnisse dokumentiert und bei regelmäßigen Treffen der Verbünde besprochen, bewertet und weitere Schritte geplant. Neben der Arbeit in den Verbünden, d.h. vor Ort in Kita und Schule, finden Tagungen, Fortbildungen und Austauschtreffen innerhalb der Verbünde, niedersachsen- oder bundesweit statt. Außerdem werden auf einer Internet-Plattform Steckbriefe und Module der Verbünde, aktuelle Informationen und Tagungsergebnisse veröffentlicht. Niedersachsen ist mit zehn Verbünden vertreten.

Am 12. Juni 2015 fand in Hannover ein erstes landesübergreifendes Austauschtreffen statt. Initiiert wurde das Treffen vom niedersächsischen Verbund Selbstständig lernen durch Recherche, dessen Verbund-Koordinatorin Viktoria Bothe von der Akademie für Leseförderung Niedersachsen ist. Verbundvertreter aus drei verschiedenen Bundesländern (Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen) waren gekommen. Vertreten waren außer den niedersächsischen Verbund-Partnern der Verbund Die Textchecker aus Bielefeld, BISS Augsburg Grundschule und BISS Oberfranken West. Jeder hatte nach einem kurzen Impulsvortrag zum Thema Selbstreguliertes Lesen und Schreiben die Gelegenheit in einer Gruppe das eigene Projekt vorzustellen, das benutzte Material zu erklären und Schülerergebnisse zu präsentieren. Es wurden viele Gemeinsamkeiten entdeckt und gute Praxistipps ausgetauscht, aber auch Hürden und Schwierigkeiten bei der Implementierung in den Schulen besprochen.  "Es ist wichtig, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und nicht immer im eigenen Saft zu schmoren", so ein Kollege aus Bayern.
Nach der sehr anregenden Gruppendiskussion wurde von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein weiterer Austausch begrüßt und für Anfang 2016 ein Treffen beschlossen. Dann sollen noch mehr Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zur Teilnahme erhalten. Mit einem Workshop zum Thema "Arbeiten mit dem Rechercheplakat" endete die Tagung.

Fazit: Es war ein sehr anregendes Treffen mit vielen netten Kolleginnen und Kollegen und macht Lust auf mehr Austausch!

 

 

Fotos: Akademie für Leseförderung Niedersachsen

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