Lehramtsstudierende engagieren sich in Sprachlernklassen

Sprachfördermaßnahmen sind für die Integration geflüchteter Kinder und Jugendlicher unabdingbar. In Niedersachsen wurde aus diesem Grund die Zahl der Sprachlernklassen im letzten Jahr von 240 auf 300 erhöht. Dass die Schulen hierfür vor allem auch personelle Unterstützung benötigen, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur erkannt und fördert nun Programme in der Lehrerausbildung der niedersächsischen Universitäten, die genau hier Abhilfe leisten können.

Im Rahmen dieser Förderung unterstützen Lehramtsstudierende mit einer Grundqualifikation im Bereich Deutsch als Zweitsprache jetzt den Unterricht in Sprachlernklassen in Osnabrück. „Da auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche die Schulpflicht gilt, nimmt die Zahl solcher Klassen derzeit stark zu, und die Schulen freuen sich über jegliche Form der Unterstützung“, erklärt Prof. Dr. Christina Noack von der Universität Osnabrück, die das Projekt „SprachlernassistentInnen“ leitet.

Das Projekt stößt bei den Studierenden auf großes Interesse. Innerhalb von zwei Tagen meldeten sich über 70 Interessierte, von denen sich ca. 40 Lehramtsstudierende zur Teilnahme am Projekt entschieden haben. Bis zum Halbjahresende helfen sie den Kindern im Unterricht und unterstützen im Umfang von mindestens zwei Schulstunden die Lehrerinnen und Lehrer in den Sprachlernklassen aller Schulformen. Dabei arbeiten sie in Tandems, um sich gegenseitig zu beraten, eigene Ideen zu entwickeln und das Erlebte zu reflektieren.

Begleitet wird das Projekt durch universitäre Veranstaltungen. Nach einer vorbereitenden Sitzung wird es zwei weitere Workshops geben, in denen die Studierenden ihre Tätigkeit reflektieren und weitere Qualitätsbausteine im Bereich Deutsch als Zweitsprache erwerben können. Abschließend erhalten die Sprachlernassistentinnen und -assistenten eine Bescheinigung über ihr Engagement.

Foto: Oliver Schmidt / Universität Osnabrück

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