
Bei den 8. Göttinger Gesprächen am 17. März 2009 stand das Thema „Lesekompetenz“ auf der Tagesordnung. Drei Experten lieferten den versammelten Lehrkräften, Studierenden und Wissenschaftlern in kurzen Vorträgen Orientierungshilfen für die Praxis. Wolfgang Schneider aus Würzburg gab einen Überblick über die wichtigsten Test-Instrumente zur Messung des Leseverstehens. Cordula Artelt aus Bamberg stellte Erkenntnisse zur diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften vor. Unter anderem hat man herausgefunden, dass Lehrer die Schwierigkeit von Aufgaben oft schlecht einschätzen können. Dagegen gelingt es ihnen recht gut, den relativen Rang von Schülern innerhalb einer Lerngruppe zu beurteilen.
Der Vortrag von Cornelia Rosebrock aus Frankfurt galt der didaktischen Modellierung von Lesekompetenz. Durch die Unterscheidung dreier Ebenen (Prozessebene, Subjektebene und sozialer Ebene) soll ihr Kegel-Modell dazu beitragen, gegensätzlich wirkende „Diskurse“ zur Lesekompetenz als sich ergänzend zu erkennen. Die Vortragsreihe sowie die abschließende Podiumsdiskussion wurden von Marcus Hasselhorn vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) moderiert.
Bild: Cornelia Rosebrock bei ihrem Vortrag; © Akademie für Leseförderung
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