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21.03.2009, zuletzt bearbeitet am 23.03.2009

Auf die klare Struktur kommt es an

Eltern, Schüler und Lehrer prüfen Schulbücher auf ihre Lesbarkeit

Illustration: Auf die klare Struktur kommt es an

Meistens sind es vor allem Lehrer, die Schulbücher begutachten und auswählen. Am 16. März 2009 kamen auch Schüler und Eltern zum Zuge, bei dem Seminar „Das Schulbuch im Leser-Test“ an der Akademie für Leseförderung. Die Schüler als Zielgruppe der Bücher und die Eltern als Bezahler und häusliche Mit-Leser sollten ebenso wie die im Seminar ausnahmsweise unterrepräsentierten Lehrer prüfen, wie „lesbar“ die auf dem Markt konkurrierenden Schulbücher eigentlich sind.

Die Teilnehmer des Seminars hatten zunächst Gelegenheit, neuere Deutschbücher der fünften Klasse in Kleingruppen zu vergleichen und auf ihre Durchschaubarkeit und Benutzbarkeit zu prüfen. Die gemischten Gruppen, in denen Mütter jeweils mit einer Schülerin oder einer Lehrerin zusammenarbeiteten, waren sich im Urteil bald einig. Bücher mit klarer Struktur, informativer Bebilderung und vielfältigen Benutzerhilfen erhielten Bestnoten. Reine Bleiwüsten kamen ebenso wenig an wie Werke, bei denen der ständige Wechsel der Beispiele und Themen verwirrte.

Beim zweiten Durchgang wurden themengleiche Abschnitte aus je zwei Geschichts-, Biologie- und Deutschbüchern genauer betrachtet. Wieder schälte sich die klare Struktur als zentrales Gütekriterium heraus, ergänzt um eine deutliche Herausstellung der neuen Wissensbestände und eine schülergerechte Anschaulichkeit in der Darstellung. Einig waren sich alle, dass Schulbücher auch im Zeitalter von Fotokopie und Internet eine Schlüsselrolle im einführenden Fachunterricht haben und deshalb eigentlich mehr öffentliches Interesse verdient hätten.

Bild: Seminarteilnehmerinnen bei der Schulbuch-Prüfung; © Akademie für Leseförderung

(am)/(am)