
„Was ist ein Bookslam? Praktische Ideen, um Jugendliche auf Bücher neugierig zu machen“ - so lautete das Thema eines Workshops, der am Donnerstag , den 19. März 2009, in der Stadtbibliothek von Ramat HaSharon, einem Vorort von Tel Aviv, von Anke Märk-Bürmann von der Akademie für Leseförderung angeboten wurde. Veranstalter dieses israelisch-deutschen Workshops waren die Leiterin der Bibliothek des Goethe Instituts in Tel Aviv, Andrea Bélafi, ihre Kollegin Toni Buda sowie Dr. Gaby Dotan, Vorsitzende des Israelisch-Europäischen Seminars bei der 27. Jahreskonferenz der Bibliotheken in Israel „Multi Yeda 2009“.
Teilnehmer waren zwölf Bibliothekarinnen und ein Bibliothekar aus Öffentlichen Bibliotheken in Israel. Sie lernten unter anderem das „Lesebarometer“ als Türöffner für Jugendliche in die Welt des Lesens kennen, der erste Informationen über individuelle Leseinteressen und Lesegewohnheiten liefert. Darüber hinaus sammelten sie Erfahrungen mit einem Bookslam als einer schnellen und effektvollen Methode der Buchpräsentation, die insbesondere den Rezeptionsgewohnheiten Jugendlicher entgegenkommt.
Natürlich wurden zwischendurch auch immer wieder wichtige Themen der Leseförderung diskutiert wie „Sind Buchempfehlungslisten sowie Buchpräsentationen speziell für Jungen oder Mädchen sinnvoll?“ Am Ende des Workshops waren nicht nur die Teilnehmerinnen um einige praktische Leseförderungsideen reicher, sondern auch die Referentin hatte einiges dazugelernt. So zum Beispiel, dass in Israel eine Lesenacht „White night“ heißt, da man sie ja nicht schlafend, sondern wach (im Hellen, deshalb „white“) erlebt.
Bereits am Dienstag, dem 17. März 2009, hatte die Mitarbeiterin der Akademie mit einem Vortrag über Leseförderung für Jugendliche zu der Konferenz „Multi-Yeda (= Wissen)“ beigetragen.
(am)/(am)