
Schere und Klebstoff können wichtige Mittel der Leseförderung sein. Das erfuhren die Teilnehmer der Fortbildung „Individuelle Leseförderung in der Schulbibliothek“ am 15. Juni 2009 in der Schulbibliothek der Haupt- und Realschule Ahlerstedt (Schule im Auetal) am eigenen Leibe. Denn sie fertigten in Gruppenarbeit Rechercheplakate an, wobei selbst ausgeschnittene und mittig aufgeklebte Artikel aus der Tageszeitung den Anlass zur Recherche in der Bibliothek lieferten. Auch vor der Literatur machten Schere und Klebstoff nicht halt: Beim „Chatten auf Papier“ boten Schnipsel aus Jugendromanen den Anknüpfungspunkt für die Eigenproduktion von „Scrapbooks“, einer Art von Lesetagebuch.
Die ganztägige Fortbildung unter Leitung der Schulbibliotheksberater Matthias Aschern und Ingrid Klöpper bildete den Abschluss des dreijährigen Projekts „Von der Schulbücherei zum Selbstlernzentrum“ der Landesschulbehörde Lüneburg. Die beteiligten Lehrkräfte haben Verfahren zur individuellen Förderung der Lesekompetenz erprobt, die den Schulbibliotheksanspruch als Selbstlernzentrum im Schulalltag erfüllen. Der Weg zum Lesen führt dabei zunächst immer über einen konkreten Text, danach erst folgt das Surfen im Internet.
Bild: Lehrkräfte beim Anfertigen eines Rechercheplakats; Bildquelle: Akademie für Leseförderung
Abschlussbericht des Projekts „Von der Schülerbücherei zum Selbstlernzentrum“
(am)/(am)