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12.07.2009, zuletzt bearbeitet am 12.07.2009

Konkurrenz für die Stadtbibliothek?

Hannover stellt weitere offene Bücherschränke auf

Illustration: Konkurrenz für die Stadtbibliothek?

In der Landeshauptstadt Hannover wird das Netz der offenen Bücherschränke immer dichter, auch wenn es um den Standort mitunter Parteienstreit gibt. Die CDU-Fraktion kritisierte einen geplanten Aufstellplatz in der Südstadt wegen der befürchteten Konkurrenz für die Stadtteilbücherei, während die SPD-Fraktion eher von einer Werbewirkung des Angebots fürs Lesen und damit auch für die Bücherei ausgeht (vgl. Bericht im Stadtanzeiger Süd vom 9. Juli 2009, S. 1).

Die offenen Bücherschränke, die im Rahmen der Stadtteilkulturarbeit angeschafft und aufgestellt werden, basieren auf dem Prinzip des Büchertausches: Wer ein Buch lesen möchte, darf es entnehmen und nach angemessener Zeit zurückbringen – oder behalten und ein anderes Buch dafür in den Bücherschrank stellen. Der Schrank ist offen zugänglich und besteht aus wasserdichten Sperrholzplatten mit Plexiglas-Klappen, sodass die Bücher vor Witterung geschützt sind. Bücherschrank-Paten kontrollieren regelmäßig den Inhalt und des Zustand des Schrankes.

Nach Auskunft einer Sprecherin der Stadt Hannover sind die seit 2005 nach und nach in vielen Stadtteilen aufgestellten Bücherschränke weitgehend von dem befürchteten Vandalismus verschont geblieben. Einen Überblick über die gegenwärtigen Bücherschrank-Standorte erhält man auf der Website von Stadt und Region Hannover.

Bild: Bücherschrank im hannoverschen Stadtteil List; Bildquelle: Wikipedia

(am)/(am)