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25.09.2009, zuletzt bearbeitet am 25.09.2009

Sinto in den Nachkriegswirren

Braunschweiger Jugendbuchpreis für Anja Tuckermann

Illustration: Sinto in den Nachkriegswirren

Der Friedrich-Gerstäcker-Jugendbuchpreis der Stadt Braunschweig geht in diesem Jahr an die Berliner Schriftstellerin Anja Tuckermann für ihr Buch „Mano. Der Junge, der nicht wusste, wo er war“. Der Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht, erzählt von dem elfjährigen Sinto Mano, der das KZ überlebt, in Frankreich aufwächst und Jahre später von seiner Familie wiedergefunden wird. Die neunköpfige Jury vergab die Auszeichnung unter anderem wegen der bisher im Jugendbuch noch nicht behandelten Perspektive eines Sinto als Protagonisten und des außergewöhnlichen, sich auf unterschiedlichen Erzählebenen souverän bewegenden Stils.

Der Friedrich-Gerstäcker-Jugendbuchpreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 6500 Euro dotiert. Dieser älteste Jugendbuchpreis Deutschlands erinnert seit 1947 an den Reiseschriftsteller Friedrich Gerstäcker (1816-1872), der in Braunschweig aufwuchs und dort auch seine letzten Lebensjahre verbrachte. Der Preis wird der Autorin am 12. November 2009 verliehen.

Bild: Anja Tuckermann (Piet Eekmann); Quelle: Presse-Service

(am)/(am)