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02.02.2010, zuletzt bearbeitet am 02.02.2010

Leidenschaft und Disziplin

Symposium zur Boie-Ausstellung in Hamburg

Illustration: Leidenschaft und Disziplin

Was haben ein Hirnforscher aus Hamburg, ein Kinder- und Jugendbuchprofessor aus Frankfurt, zwei Literaturprofessorinnen aus Münster und Lüneburg und Design- und Informationsmanagement-Studenten der HAW Hamburg gemeinsam? Sie alle haben sich mit dem Werk Kirsten Boies beschäftigt und ihre Ergebnisse am 27. Januar 2010 auf einem Symposium unter dem Motto „Leidenschaft und Disziplin“ in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek anlässlich des bevorstehenden 60. Geburtstags der Autorin präsentiert: Wie die Bücher der bekannten „Juli“-Buchreihe der Autorin auf das Emotionszentrum im Gehirn wirken, welche Analogien in Boies Werken zu anderen kinderliterarischen Texten des 20. Jahrhunderts zu finden sind, wie die Autorin (west-)deutsche Zeitgeschichte in ihren Romanen und Erzählungen verarbeitet und in welcher Art und Weise die Geschlechterrollen in ihren Werken definiert sind.

Den Tag rundeten anschauliche Präsentationen der Studenten der HAW ab, die verschiedene Projekte vorstellten: Den schulischen „Praxistest“ der Bücher in einer 2. Klasse, den Vergleich einer chinesischen und einer deutschen Version eines Boie-Textes und illustrative Neuinterpretationen zu zahlreichen Büchern der Autorin. Diese kam schließlich auch selbst zu Wort und sprach sich in einem energischen Plädoyer für die Wichtigkeit der „kleinen Schwester“ der Belletristik – der Kinderliteratur – aus.

Einen weiteren Höhepunkt des Rahmenprogramms rund um die Ausstellung bildet eine Lesung am 16. Februar im Vortragsraum der Bibliothek, bei der die Jubilarin aus ihrem gerade erschienenen Buch „Ringel Rangel Rosen“ über die Hamburger Sturmflut von 1962 liest.

Bericht: Ulrike Annick Weber

Bild: Kirsten Boie; Bildquelle: Website von Kirsten Boie

(am)/(am)