
Die Bibliothek ist eine ideale Lernumgebung für Schüler, aber kaum einer merkt’s. Deshalb haben sich am 9. Februar 2010 die Teilnehmer eines Seminars an der Akademie für Leseförderung in Hannover überlegt, wie sie den Lernort Bibliothek besser in Szene setzen können. Die erste Voraussetzung ist eine lernfreundliche Bibliothek selbst, die das Bedürfnis nach Ruhe und Konzentration und das nach Austausch und Anregung gleichermaßen bedient. Außerdem müssen der Bestand und die Recherchemöglichkeiten im Raum sinnfällig platziert werden, wozu die Teilnehmer den Wunsch-Lernort Bibliothek als Raumplan skizzierten (s. Abbildung).
Aber damit die Schüler die so arrangierte Bibliothek auch als Lernort nutzen, müssen zwei weitere Schritte getan werden, bei deren Formulierung und Ausgestaltung Bibliothekare und Lehrer Hand in Hand arbeiten sollten. Zum einen muss klar sein, genau welche Fähigkeiten und Kenntnisse der Lerner einer bestimmten Altersgruppe im Umgang mit der Bibliothek erwerben soll. Zum anderen ist ein breites Methodenrepertoire nötig, um diese Kompetenzen je nach örtlichen und zeitlichen Gegebenheiten auch wirklich zu vermitteln. Die Bibliothekare und Lehrer aus ganz Niedersachsen hielten ihre Überlegungen zu den bibliothekspädagogischen Inhalten in einem Kompetenzraster fest und erprobten mit dem Rechercheplakat eine handlungsorientierte Methode der Hinführung zur Recherche.
Das Seminar sollte einen ersten Anstoß liefern, die bibliothekspädagogische Arbeit als gemeinsame Aufgabe von Bibliothekaren und Lehrern wahrzunehmen. Der zweite Anstoß folgt am 9. März 2010 mit dem Ganztagsseminar zum Thema „Die Bibliothek im Fachunterricht nutzen“.
Abbildung: Raumplan einer Bibliothek als Lernumgebung von Teilnehmern des Seminars; Foto: A. Müller
(am)/(am)