
In der Reihe „Literatur im Flur“ läuft im Flur der Stadtbibliothek Göttingen zurzeit eine Ausstellung mit Arbeiten der Jubu-Crew, der Arbeitsgemeinschaft Jugendbuch Göttingen. Die Ausstellung wurde am 3. Juni eröffnet und ist noch bis zum 15. September 2010 während der Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen. Präsentiert werden die Rezensionen zu aktuellen Neuerscheinungen auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt, die die Mitglieder der Crew geschrieben haben.
Die Jubu-Crew ist eine Gruppe von Jugendlichen, die sich einmal in der Woche treffen, um sich über Neuerscheinungen im Bereich der Jugendliteratur auszutauschen. Sie sichten den Buchmarkt, fordern Rezensionsexemplare bei den Verlagen an, verfassen Rezensionen und organisieren gemeinsame Fahrten zu den Buchmessen und anderen literarischen Events. Das Außergewöhnliche an der Jubu-Crew: Ihre durchweg minderjährigen Mitglieder machen alles in eigener Regie, und wer 18 ist, muss die Jubu-Crew verlassen. Trotz (oder wegen?) des dafür notwendigen ständigen Erneuerungsprozesses kann die Jubu-Crew auf eine mittlerweile 38-jährige Geschichte zurückblicken.
Im März diesen Jahres machte der Computer-Thriller „Erebos“ von U. Poznanski, im Mai der neue Titel von J. Valentine, „Kaputte Suppe“, das Rennen bei der Jubu-Crew. Die Bücher erhielten die Auszeichnung „Buch des Monats“. Jetzt sind die Rezensionen dieser Bücher nicht nur in einer Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendbücher, sondern auch im Flur der Stadtbibliothek zu sehen. Dort können sie die Mitglieder des Göttinger Julius-Club lesen, der in der zweiten Juni-Woche am selben Ort mit einem Bücherzirkus gestartet wird. Der Weg vom Sommerleseclub zur Jubu-Crew ist also nicht weit...
Bild: die Jubu-Crew im Flur der Göttinger Stadtbibliothek
(am)/(am)