
Nach den Sommerferien kommen sie alle in die Schule, die zwölf Kinder aus der Personalkita im hannoverschen Rathaus, die der Akademie für Leseförderung am 6. April 2011 in Begleitung ihrer Erzieherinnen einen Besuch abstatteten. Bald werden sie also ganz offiziell lesen und schreiben lernen. Aber aus Anlass der Fibelausstellung „Die Familie im Schulbuch“ (bis 28. Mai 2011 im Foyer der GWLB) wollte das Akademie-Team den künftigen ABC-Schützen einen Vorgeschmack aufs Lesenlernen vermitteln, und die bunte Kindertruppe hatte sichtlich Spaß an dieser „Lesebrücke“ in die Welt der Buchstaben.
Den Ausgangspunkt für die zwei Stunden auf dem Teppichboden des Seminarraums bildeten die Anfangsbuchstaben der Kinder-Vornamen, von Assyl über Matthias und Miriam bis Yagmur. Diese Buchstaben erkannten die Kleinen natürlich leicht wieder und konnten sie deshalb auch aus Puzzleteilen wieder zusammensetzen. Aber die Buchstaben standen nicht nur für den eigenen Namen, sondern auch für Wörter, die damit anfangen, wie Karola Penz den Kindern am Beispiel von „o“ wie „Obst“ und „Osterei“ demonstrierte. Diese Wörter waren auf den Puzzle-Buchstaben als kleine Zeichnung zu entdecken und konnten auch mit Buntstiften ausgemalt werden.
Im weiteren Verlauf der Entdeckungsreise in die Welt der Buchstaben wurde noch gewürfelt und sogar ein erstes Wort entdeckt: „Mann“. Zum freien Bücherentdecken und Spielen war ebenso Gelegenheit. Zum Schluss erfand man gemeinsam eine Geschichte, die die Kinder als Erinnerung in den Kindergarten mitnehmen konnten: „Die Katze“. Und eine andere Geschichte wurde als Bilderbuchkino vorgestellt, die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte. Aus Liebe zu einer Löwin lernt er’s doch noch – wie die Kita-Kinder ab August.
Im Bild: die jungen Akademie-Besucher beim Buchstaben-Würfeln; Foto: Akademie für Leseförderung
(rd)/(rd)