Das zweite Leben des Travis Coates

Travis Coates wacht auf und kann es nicht glauben: Das Experiment ist gelungen. Sein von Krebs befallener Körper wurde von seinem Kopf getrennt und dieser mit einem gesunden Spenderkörper verbunden.

Keiner hatte mit einem Erfolg der Operation gerechnet. Und so wissen Travis‘ Kumpel Kyle, seine Freundin Cate und seine Familie erst einmal nicht, wie sie damit umgehen sollen. Denn die komplizierte Prozedur hat fünf Jahre gedauert. Mit 16 Jahren wurde Travis‘ Kopf mittels Kryotechnik tiefgefroren, erst fünf Jahre später konnte die Operation stattfinden.
Travis ist zurück im Leben, merkt aber schnell, dass sich einiges verändert hat: Seine Freundin ist verlobt, sein Kumpel studiert inzwischen und in der Schule, die er weiterhin besuchen muss, ist alles fremd. „Neue Freunde? Ich wollte keine neuen Freunde. Ich hatte doch welche. Ich hatte eine Freundin. Ich hatte einen besten Freund“, beschreibt Travis seine Situation.

Zum Glück gibt es aber Hatten, der Travis mit seiner direkten Art immer wieder auf den Boden der Tatsachen holt und ihm zeigt, dass sein zweites Leben durchaus neue Freunde bereithält. In 35 Kapiteln begleiten die Leserinnen und Leser Travis durch die Phasen seiner Selbstfindung und erfahren, wie er sich Schritt für Schritt in seinem zweiten Leben zurechtfindet.
Das Buch eignet sich gut, um mit Jugendlichen über ethische Fragen zu neuen Möglichkeiten in der Medizin ins Gespräch zu kommen.

John Corey Whaley: Das zweite Leben des Travis Coates. München: Hanser, 2015. Ab 14 Jahren.

Cover: Hanser

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