Der Circle

Mae bekommt dank ihrer besten Freundin Annie eine begehrte Stelle im Multimediakonzern „Circle“. Nach und nach wird sie in die Arbeitsweisen eingeführt und muss sich daran gewöhnen, alles über sich öffentlich zu machen. Bald hat sie an ihrem Arbeitsplatz sechs Bildschirme stehen und muss dafür sorgen, dass sie regelmäßig „Zings“ versendet, d.h. Fotos, Bewertungen und Kommentare postet und sich am umfangreichen Vortrags- und Freizeitangebot auf dem Firmengelände beteiligt. Bestimmte Punkte müssen erreicht werden, um im Ranking mitzuhalten und eine bestimmte Leistung zu erreichen.

Was macht es mit Menschen, die ständig unter Druck stehen, beobachtet zu werden oder permanente Präsenz zu zeigen? Was ist Arbeit? Was ist noch privat? Gibt es in diesem System überhaupt noch eine Privatsphäre?

Der Autor zeichnet ein klares Bild der Abläufe einer Firma, die auf die Nutzung von Online-Medien rund um die Uhr besteht und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komplett vereinnahmt, ihnen aber auch eine gute Gesundheitsversorgung und Events bietet, die sie in einem anderen Job nie geboten bekämen. Jedoch bezahlt jeder dafür einen Preis. Es könnte eine Firma im Silicon Valley sein, eine Firma, die für sich die Monopol-Stellung beansprucht. Der Roman ist erschreckend realistisch und fesselt durch eine spannende Erzählweise.

Dave Eggers: Der Circle. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2014. Ab 13 Jahren.

Cover: Kiepenheuer & Witsch

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