Letztendlich sind wir dem Universum egal – Lesegenuss nicht nur für Jugendliche

David Levithan beschreibt in seinem All-Age-Buch „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ das Leben von A., einer Seele, die jeden Morgen in einem anderen Körper aufwacht: mal männlich, mal weiblich, dick oder dünn, sportlich oder weniger aktiv, gesund oder krank, mal mit liebevoller Familie, mal auf sich allein gestellt, jedoch stets 16 Jahre alt und in einem Umkreis von vier Autostunden. A. muss jeweils für einen Tag das Leben der Person, in der er/sie erwacht, übernehmen, sprich mit der Familie frühstücken, in die Schule gehen, Hobbys übernehmen, sich mit Freundinnen und Freunden oder sogar mit Partnerinnen und Partnern treffen. Und das alles möglichst ohne aufzufallen oder Schaden anzurichten, denn A. übernimmt zwar Körper und Rolle, bleibt im Inneren aber gleich. A. hat sich entsprechende Regeln aufgestellt, um die verschiedenen Alltage erfolgreich zu überstehen und gelernt, mit diesem Schicksal umzugehen. Doch eines Tages verliebt sich A. Hals über Kopf in Rhiannon, die Freundin einer Identität, die A. für einen Tag übernimmt, und hat zum ersten Mal seit 16 Jahren eigene Bedürfnisse. Doch wie kann sich unter diesen Umständen eine Beziehung entwickeln?

Diese Liebesgeschichte kombiniert mit 40 weiteren jugendlichen Einzelschicksalen wird aus A.s Sicht sehr bewegend und fesselnd beschrieben. Wer das Buch in die Hand nimmt, sollte sich die nächsten zwei bis drei Tage nur wenig vornehmen, da man es nicht wieder weglegen kann. Der Roman ist auch als ungekürztes Hörbuch erhältlich.

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ ist unter anderem mit dem Leipziger Lesekompass 2015 der Stiftung Lesen ausgezeichnet worden.

David Levithan: Letztendlich sind wir dem Universum egal. Frankfurt a.M.: Fischer FJB, 2014. Ab 14 Jahren.

Cover: FJB

Mehr zum Thema: 
Impressum | Datenschutz | rechtliche Hinweise | Sitemap | Archiv