Wie lebte ein Kaufmannssohn im Mittelalter? – Lebendige Geschichtsvermittlung

Es ist das Jahr 1398. Der zwölfjährige Endres lebt mit seiner Familie in Lübeck. Endres‘ Vater ist ein wohlhabender Kaufmann, schon früh wird Endres in die Geschäfte seines Vaters eingeführt und erhält im Gegensatz zu seiner Schwester Anna eine schulische Ausbildung. In seiner Freizeit trifft er sich häufig mit Jos, Sohn eines Schmiedes.
Im Vergleich zu den Handelskaufleuten ist die wirtschaftliche Lage der Handwerker bescheiden. Aber auch das Leben seiner Eltern bleibt nicht unbeschwert. Die Handelsschifffahrt wird immer häufiger von Überfällen durch Piratenschiffe bedroht. Nachdem Endres die Schule abgeschlossen hat, wird er mit zwölf Jahren zu seinem Onkel in die Kaufmannslehre nach Riga geschickt. 

Die Erzählung über Endres‘ Lebenswelt wird mit Sachinformationen zum Spätmittelalter ergänzt: Tagesablauf, Bekleidung, Schule und Krankheiten, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen wie die Handwerkeraufstände oder der Salzhandel werden beschrieben.

Die Autorin und Illustratorin Anke Bär orientiert sich bei der Gestaltung der Illustrationen an mittelalterlicher Buchkunst. Außerdem erklärt sie im Anhang des Buches, wie sie die Informationen für ihr Sachbuch recherchiert hat, nämlich in Bibliotheken und Archiven, in Gesprächen mit wissenschaftlichen Experten und durch die Lektüre von Fachbüchern. 

Das in der Kategorie Sachbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominierte Sachbuch eignet sich zum Einsatz im Geschichtsunterricht in der 5. und 6. Klasse.  Die Autorin kann zu Kooperationsprojekten in Schulen eingeladen werden und bietet auf ihrer Website ein Suchspiel zu „Endres“ an: www.ankebaer.de.

 

Anke Bär: Endres, der Kaufmannssohn. Vom Leben in einer mittelalterlichen Hansestadt. Hildesheim, Gerstenberg, 2014. Ab 10 Jahren

Cover: Gerstenberg

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