Wörter auf Papier

Der elfjährige Victor stottert. Da er nur mit großer Mühe mündlich erzählen kann, tippt er seine Gedanken lieber in seine Schreibmaschine. Dann erzählt er von seinen Tricks, wenn er bestimmte Wörter nicht aussprechen kann und sagt über sich: „Mein Stotterproblem macht mich wahrscheinlich zum besten Spitznamenerfinder von ganz Memphis.“ Oder er schleicht sich mit zischelnden S-s-s-s-Lauten an das zu sprechende Wort heran.

Im Juli trägt er vertretungsweise die Zeitungen für seinen besten Freund Rat aus. Das ist eigentlich kein Problem, weil er dabei nicht sprechen muss. Aber falls ein Abonnent ihm das Geld nicht an der Haustür hinterlegt, muss er anklopfen und sein Anliegen vorbringen…

Diese und weitere Erlebnisse lassen Victor selbstständiger und mutiger werden. Besonders Mr. Spiro ermutigt ihn auf geschickte Art und Weise zu sprechen.

Der Autor Vince Vawter erzählt seine eigene Geschichte. Er selbst begann im Alter von fünf Jahren zu stottern. Er sagt: „Bin ich vom Stottern geheilt? Nein. Habe ich es besiegt? Ja.“

„Wörter auf Papier“ wurde mit dem Kinder- und Jugendpreis Luchs für April 2015 sowie mit dem Leipziger Lesekompass 2015 ausgezeichnet.

Vince Vawter: Wörter auf Papier. Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Hamburg: Carlsen (Königskinder Verlag), 2014. Ab 12 Jahren.

Cover: Carlsen

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