Das NEINhorn: Wo Einhörner „Nein“ und Prinzessinnen „Doch“ sagen

„Nein!“ sagt das NEINhorn zu allem, was die anderen Einhörner ihm vorschlagen. Es will keinen gezuckerten Glücksklee essen, keinen Mittagsschlaf auf einem Kuschelwölkchen machen und auch nicht über den funkelnden Regenbogen rutschen. Seine Eltern sind genauso ratlos wie der Rest der Familie und so zieht das NEINhorn schließlich alleine los. Auf seinem Weg begegnet es schon bald neuen Freunden: dem schwerhörigen Was(ch)bären ebenso wie dem gleichgültigen naHund und der störrischen Königsdochter. Gemeinsam können sie tun und lassen, was sie wollen, doch zusammen bockig zu sein macht ihnen am meisten Spaß.

Mit seinem einfachen Humor und kurzweiligen Erzählstil macht Marc-Uwe Kling das Kinderbuch auch für die vorlesenden Eltern zu einem unterhaltsamen Erlebnis und dank der großformatigen, farbenreichen Illustrationen von Astrid Henn können Kinder die Geschichte leicht mitverfolgen. Die erste Buchhälfte ist in Reimform verfasst und lädt ebenso wie die sich wiederholenden Antworten der Figuren zum Mitsprechen an. „Nein!“ „Doch!“ Na und?“ „Was?“ Auch Kinder mit Leseerfahrung können das Buch durch die kurzen, gut verständlichen, aber recht klein gedruckten Texte eigenständig lesen.
Am Ende der Geschichte lädt der Autor mit Abbildungen und Sprechblasen weiterer Tiere zum Schreiben eigener Geschichten ein. Was sagen wohl der Auahahn, das Willschwein oder die Schlaumeise?

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Das NEINhorn. Hamburg: Carlsen, 2019. Ab 3 Jahre

Eine Rezension von Finja Bruns

© Cover: Carlsen

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