Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich

Die sehr guten Freunde Otto und Matti kennen sich von kleinauf. Sie führen in einem beschaulichen Stadtteil Berlins mit veganen Cafés und Kinderkleidungsläden ein behütetes Leben mit Freizeitbeschäftigungen wie Fechten, Mathenachhilfe, Klavierunterricht und Yoga. Viel zu brav, findet Otto. Da passt es gut, dass die beiden Jungen für den Musikunterricht einen Gangster-Rap im Stil des 13-jährigen Youtube-Rappers „Bruda Berlin“ machen sollen. Zeit also, sich ein paar Gangster-Hobbys zuzulegen, Regeln zu brechen und ein wilderes Leben zu beginnen.

Unter dem Namen „Die Herren Kinder“ schreiben die beiden Jungen ihren Text über Horst Zimmermann, den grummeligen Besitzer des Kiosks an der Ecke, der von den Eltern auch als „Kinderfeind“ bezeichnet wird und in dem Rap nicht sonderlich gut wegkommt. Doch dann werden die Jungen Zeugen eines Überfalls auf Herrn Zimmermann, der von Immobilienhaien unter Druck gesetzt wird, seinen Laden aufzugeben. Matti und Otto bekommen Mitleid und versuchen Herrn Zimmermann – auf nicht ganz konventionelle Art – zu helfen. Mit Unterstützung von „Bruda Berlin“ und seiner Gang drehen die Freunde ein Youtubevideo, das sowohl eine sehr gute Musiknote erzielt als auch den Kiosk rettet.

Das witzige und spannende Kinderbuch ist mit gelungenen schwarz-weiß-Abbildungen illustriert und bietet knapp 180 Seiten Lesespaß in kindgerechter Sprache. „Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich“ wurde mit dem Leipziger Lesekompass 2019 ausgezeichnet.

Silke Lambeck: Mein Freund Otto, das wilde Leben und ich. Hildesheim: Gerstenberg, 2018. Ab 8 Jahren.

© Cover: Gerstenberg

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