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Damals in der Rosenstraße

© Fischer Sauerländer

Die Ereignisse rund um die Rosenstraße: Kindersachbuch über erfolgreichen Widerstand 


Dieses Buch lässt die Leser:innen durch eine Mischung aus Erzählung, erklärendem Text und eindrücklichen Illustrationen tief in die Geschichte eintauchen: Doris lebt 1941 mit ihrem Bruder Helmut und ihren Eltern in Berlin. Ihr Vater ist Jude. Die Familie erlebt, wie immer mehr Gesetze und Verordnungen in Kraft treten, die jüdische Menschen und damit auch Doris, Helmut und ihren Vater diskriminieren. Am 27. Februar 1943 wird Doris´ Vater von den Nationalsozialisten verhaftet. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen, die aus Familien mit jüdischen und nicht-jüdischen Ehepartner:innen stammen, wird er in die Rosenstraße gebracht. Dorthin gehen auch Doris und Helmut mit ihrer Mutter und Großmutter – aber sie sind nicht die einzigen: Als sie in die Rosenstraße kommen, treffen sie auf viele weitere Menschen. Was als Suche nach den Angehörigen beginnt, wird im Laufe der nächsten Tage zu einem Protest: Die Menschen bleiben vor dem Gebäude stehen und fordern nach einiger Zeit laut rufend die Freilassung der Inhaftierten. Sie haben Erfolg: Die Menschen in der Rosenstraße werden freigelassen. 
Es gibt zwar keinen Beleg dafür, dass am Ende der Protest ausschlaggebend für die Freilassung war, aber das ändert nichts daran, dass sich in den Tagen in der Rosenstraße Menschen öffentlich gegen die Verschleppung jüdischer Menschen positioniert haben – ein in dieser Form zur Zeit des Nationalsozialismus einmaliger Protest. Das Buch ist ein eindrucksvolles Zeugnis von Liebe und Mut und gleichzeitig eine Erinnerung, nicht wegzuschauen und für andere einzustehen, um demokratische Werte und Menschlichkeit zu verteidigen. 

Anja Tuckermann, Annabelle von Sperber: Damals in der Rosenstraße. Als Frauen und Kinder sich gegen die Nazi-Diktatur stellten. Frankfurt a.M.: Fischer Sauerländer, 2026. Ab 10 Jahren.